Wann hast du dich das letzte Mal zurückgezogen?
Nicht der bockigen Rückzug nach einem (partnerschaftlichen) Streit oder das beleidigte Schweigen, sondern der bewusste Rückzug von deinem Alltag und „normalen“ Leben – hinein in dich.
Die Kinderwunschzeit ist kräftezehrend, körperlich wie seelisch. Ein bewusster Rückzug kann dich wieder „dich selbst“ spüren lassen, gibt dir Kraft, du bist im Hier & Jetzt und hast sogar danach einen mildern Umgang mit dir und deinen liebsten Menschen.
Es kann in unterschiedlichsten Formen stattfinden: in der Meditation, in der Ausführung deines Hobbys, bei einem kleinen Spaziergang, beim langsamen Gehen in eine Spirale oder Labyrinth..
Wichtig ist nur, dass du in dich kommst, dich wohlfühlst und das nur für dich und niemand anderen tust.
Deinen Rückzug solltest du dir zu einer regelmäßigen und konsequenten Gewohnheit machen – und wenn du ein „schlechtes“ Gewissen hast oder dir „Egoismus“ vorgeworfen wird, dann mache es erst recht.
Auch hier, wie bei allen anderen Anregungen von mir, gilt: gehe liebevoll mit dir um, erzwinge nichts und habe Spaß und Freude!
Du kannst dich auch in der Meditation zin dich zurückziehen.
Wusstest du, dass Monotonie auch Meditation sein kann?
Du schenkst dich auch hier ans Jetzt, dem Moment, hin.
Bitte verwechsele diese Monotonie nicht mit Langeweile.
Ich möchte dir erklären, welche Monotonie ich meine:
Strickst oder häkelst du? Dann ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass du, während deine Hände die Bewegungen ausführen, dich nicht auf die Bewegung selbst mehr konzentrieren musst, sondern frei und leer im Kopf wirst. Diesen Zustand kennst du als Läuferin bestimmt auch. So einen „Flow“ bekomme ich beim Wandern in den Bergen, durch die Monotonie des Schritt-für-Schritt-bergaufwärts-gehens wird mein Kopf ganz frei, es entsteht eine unbeschreibliche Weite in mir.
Radfahren, puzzeln, abspülen, bügeln, Garten rechen oder Unkraut zupfen, im Schaukelstuhl hin und her schaukeln.. du hast bestimmt deine eigene monotone Meditationsbewegung.
Es sind Glücksmomente die im Jetzt stattfinden, ähnlich wie bei einem Kind, das im Spiel versunken ist. Hattest du schon mal den Zustand: „Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich stehe, stehe ich“?
Und noch etwas:
Warum fühlst du dich im Wald (oder in den Bergen oder am Meer) so wohl?
Du bist in dir, es ist niemand da, der dich bewertet oder bei dem du eine Rolle zu spielen hast.
Du kannst einfach nur DU sein.
Mach einmal diese kurze Übung und spüre einfach:
Stelle dir vor du bist ganz alleine im Wald, rieche ihn, höre ihn, fühle das Moos unter deinen Füßen. Wie geht es dir? Und dann gehe ganz langsam aus den Wald zurück zu deiner Wohnung, Wohnort, Arbeit..was spürst du jetzt?
Auch wenn du bei einer unangenehmen, stressigen Situation nicht sofort in den Wald gehen kannst, es ist jederzeit dir möglich, eine kurze Wald-(Berg-Meer)Einheit zu holen, indem du dir mit allen Sinnen vorstellst, dass du dort gerade bist. So kannst du ganz schnell wieder bei dir sein und Kraft tanken.
Es gibt viele einfache Möglichkeiten wieder in dich zu kommen und bei dir zu sein. Schreibe mir doch einfach welche Methode dir gut getan hat.
❤️Grüße, deine Charly.







